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Leidenschaftliches Plädoyer für die Bauern

Schulze_Foecking_ChristinaSenden/Bösensell - Die Vorsitzende des NRW-Agrar-Ausschusses, MdL Christina Schulze Föcking aus Steinfurt, war bei den Landfrauen aus Senden und Bösensell zu Gast. Scharf rechnete sie mit der rot-grünen Landesregierung ab.

Einen größeren Gefallen hätten sich die Landfrauen aus Senden und Bösensell wohl nicht tun können, als die Vorsitzende des NRW-Agrar-Ausschusses, MdL Christina Schulze Föcking aus Steinfurt, zu ihrem Abend in den Landgasthof Sendes einzuladen. Denn die junge CDU-Politikerin (35) im Düsseldorfer Landtag, Landwirtin (Ackerbau und Tierhaltung), Ehefrau und stolze Mutter zweier Jungs, bewies, dass sie nicht nur über blendendes Aussehen, sondern über einen geradezu analytischen Berufs-Verstand verfügt.

Kurzum sie begeisterte. Und zwar nicht nur die Landfrauen – um Hildegard Krimpmann, Luise-Charlotte Lintel-Höping, Margret Gessmann und Hildegard Hernzel. Auch Kreislandwirt und Vize-Kammerpräsident Anton Holz, sowie die LOV-Sprecher Ulrich Holle (Bösensell) und Heiner Schulze Icking (Senden) mit etlichen Landwirten vertreten, staunten ob der messerscharfen Abrechnung der jungen Politikerin mit der rot-grünen Minderheitsregierung im Land.

Besonders Johannes Remmel (Bündnis 90/Grüne) zuständiger Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, dürfte bei Argumenten der Münsterländerin in erhebliche Erklärungsnot geraten.

So bezeichnete Christina Schulze Föcking das geforderte „Verbandsklagerecht“ – ein Recht der Tierschutzverbände „um die Rechte der Tiere einklagen zu können“ für die Landwirte genauso schädlich wie seinerzeit den „Kuschelkurs“ von Bärbel Höhn. „Was deren Feldhamster waren, sind heute Remmels Fledermäuse – alles Polemik!“

Auch die einseitig politische Forderung nach mehr „Öko“ findet Christina Schulze Föcking falsch: „Wir brauchen die Öko- aber genauso die konventionelle Landwirtschaft!“

„Bei jeder Krise – ob damals Dioxin oder heute EHEC – tragen immer wir Landwirte die Schuld. Ob es um Schweineschwänze coupieren oder um das Thema Intensiv-Tierhaltung geht, können wir es uns in NRW gar nicht leisten, eine Sonderposition zu beziehen.“

Und betont geradezu leidenschaftlich: „Kein Landwirt wird seinen Tieren Schmerz zufügen wollen. Wir, die Bauern, leben nicht von, sondern mit unseren Tieren. Wir brauchen keinen Ministerbescheid, der uns sagt, wie oft wir Fleisch essen dürfen. Und Flächenstilllegungen erst recht nicht. Wir haben einen wunderschönen, über Generationen gewachsenen Beruf, der zudem mit vielen Traditionen behaftet ist. Den wollen wir uns erhalten.“


Quelle: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Senden/Vorsitzende-des-NRW-Agrarausschusses-referierte-vor-Landfrauen-Leidenschaftliches-Plaedoyer-fuer-die-Bauern

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